Equipagepferde in Beaglemeuten sind besonderen Belastungen ausgesetzt (rechts).
Beagles werden in England bei der Jagd zu Fuß auf Hasen eingesetzt. Das weist auf zweierlei hin:
Erstens: Beagles sind außerordentlich quirlige, wendige Hunde und brauchen deshalb eckige Schleppen mit scharfen Kurven, auf denen sie ihren hervorragenden Spürsinn und ihre Spurtreue ausspielen können. Überlange Geraden finden sie einfach langweilig.
Zweitens: Die Schleppen für Beagles sollten nicht zu lang sein. Je nach Gelände und Wetter sind 1.500 bis 2.000 Meter das Maximum. Das heißt: je bergiger das Gelände und je wärmer das Wetter, desto kürzer die Schleppe! Die Länge der Jagdstrecke insgesamt sollte sich ebenfalls an Gelände und Temperatur orientieren. Zwölf bis fünfzehn Kilometer reichen in der Regel völlig aus, und nur bei relativ flachem Gelände und kühlem Wetter sind auch einmal zwanzig oder mehr Kilometer kein Problem für gut trainierte Beagles. Immer - und besonders bei warmem Wetter - ist aber daran zu denken, dass die Hunde unterwegs genug Wasser bekommen. Optimal sind Bäche, Teiche oder Seen, in denen sie sich zwischen den einzelnen Schleppen abkühlen können.
Drittens:Werden die Beagles auf die Strecke gelassen, dann jagen sie mit hellem, lautem Geläut (wie man man das Bellen der Hunde nennt). Wenn sie die Schleppe einmal verlieren, zum Beispiel indem sie in extremen Kurven geradeaus laufen (überschießen), dann beginnen sie sofort nahezu lautlos nach der Duftspur zu suchen. Haben sie diese wiedergefunden, dann geht die wilde Jagd mit schlagartig einsetzendem Geläut weiter.



Druckbare Version